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Lebenslauf für die Lehrstelle
Bei einer Bewerbung um eine Lehrstelle fehlt die Berufserfahrung, und genau das erwartet auch niemand. Der Lebenslauf zeigt stattdessen, dass du dich ernsthaft mit dem Beruf beschäftigt hast und dass mit dir zu rechnen ist. Eine Seite reicht.
Was hineingehört
Personalien
Vorname und Name, Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und Nationalität. Zwei Hinweise, die häufig unterschätzt werden: Die E-Mail-Adresse sollte aus deinem Namen bestehen und nicht aus einem Spitznamen. Und auf der Combox sollte eine normale Ansage laufen, weil der Lehrbetrieb dort anruft.
Schulbildung
Die aktuelle Schule zuoberst, mit Zeitraum, Schulstufe und Ort. Darunter die Primarschule. Wenn du ein Niveau besuchst, das zum Beruf passt, oder ein Schwerpunktfach hast, das dazu passt, schreib es dazu.
Schnupperlehren
Das ist der wichtigste Abschnitt des ganzen Dokuments. Jede Schnupperlehre mit Datum, Betrieb, Ort und Beruf. Ein Satz dazu, was du dort gemacht hast, macht den Unterschied: nicht "Einblick in den Beruf", sondern welche Arbeit du selber ausführen durftest.
Mehrere Schnupperlehren im gleichen Berufsfeld sind ein starkes Zeichen. Sie zeigen, dass die Berufswahl kein Zufall ist. Schnupperlehren in ganz anderen Berufen lässt man besser weg, wenn sie nichts zur Bewerbung beitragen.
Sprachen
Muttersprache und Schulsprachen mit einer ehrlichen Einschätzung. Wer zweisprachig aufgewachsen ist, schreibt das unbedingt hin, das ist in der Schweiz ein echter Vorteil.
IT-Kenntnisse
Die Programme, mit denen du wirklich umgehen kannst, etwa Word, Excel oder ein Bildbearbeitungsprogramm. Bei technischen und gestalterischen Berufen gehört das nach oben.
Hobbys und Engagement
Hier zählt, was Ausdauer und Verlässlichkeit zeigt: ein Vereinssport über mehrere Jahre, ein Instrument, Pfadi oder Jungschar, ein Nebenjob wie Zeitungen austragen oder Babysitten. Ein Nebenjob ist für einen Lehrbetrieb ein starkes Argument, weil er zeigt, dass du pünktlich erscheinst und Verantwortung übernimmst.
Referenzperson
Eine Lehrperson oder die Person, bei der du geschnuppert hast, mit Funktion und Telefonnummer. Vorher fragen, ob das in Ordnung ist.
Der Lebenslauf zählt Fakten auf. Warum du gerade diesen Beruf und gerade diesen Betrieb willst, gehört ins Motivationsschreiben. Beides doppelt zu erzählen, kostet nur Platz.
Die Beilagen
- Die letzten zwei Schulzeugnisse. Sie werden erwartet, auch wenn nicht alle Noten glänzen.
- Schnupperlehrberichte oder Beurteilungen aus den Betrieben, falls vorhanden. Sie wirken oft stärker als die Zeugnisse.
- Eignungstest, falls du einen gemacht hast und er zum Beruf passt. In vielen Berufsfeldern wird er verlangt, in anderen gar nicht. Ob der Betrieb einen erwartet, steht in der Stellenausschreibung.
- Alles zusammen als ein PDF, in der Reihenfolge Motivationsschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Berichte.
Drei Dinge, die den Unterschied machen
- Ehrlich bleiben. Eine schwache Note ist kein Ausschlusskriterium, eine geschönte Angabe im Gespräch aufzufliegen dagegen schon.
- Korrektur lesen lassen. Rechtschreibfehler im Lebenslauf sind bei Lehrstellen der häufigste vermeidbare Grund für eine Absage. Gib das Dossier jemandem zum Gegenlesen, bevor du es abschickst.
- Für jeden Betrieb anpassen. Es genügt, wenn du die Reihenfolge der Schnupperlehren und den Abschnitt zu den Kenntnissen auf den Beruf ausrichtest. Ein Dossier, das offensichtlich an alle geht, fällt auf.
Alle Abschnitte sind in BlitzCV vorbereitet. Du füllst aus, die Vorschau zeigt sofort das fertige Dokument.
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