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Lebenslauf Schweiz: Aufbau und Reihenfolge
Ein Schweizer Lebenslauf ist tabellarisch, antichronologisch und kurz. Wer die übliche Reihenfolge einhält, macht es der Person im Personalbüro leicht, in wenigen Sekunden das Wichtigste zu finden. Genau darum geht es.
Der Umfang: eine bis zwei Seiten
Zwei Seiten sind die übliche Obergrenze. Wer am Anfang der Laufbahn steht, kommt gut mit einer Seite aus. Wer zwanzig Jahre Berufserfahrung hat, fasst ältere Stationen zu einer einzigen Zeile zusammen, statt eine dritte Seite anzufangen. Alles, was älter als etwa fünfzehn Jahre ist, braucht keine Aufgabenbeschreibung mehr.
Die Abschnitte in der üblichen Reihenfolge
1. Personalien
Ganz oben, gut sichtbar: Vorname und Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse. In der Schweiz sind zusätzlich Geburtsdatum und Nationalität üblich. Bei einer Nationalität ausserhalb der EU oder EFTA hilft es, die Aufenthaltsbewilligung gleich dazuzuschreiben, weil das eine der ersten Fragen im Personalbüro ist.
Ein Foto ist in der Schweiz üblich, aber keine Pflicht. Wenn eines dabei ist, sollte es ein aktuelles, professionell wirkendes Porträt sein. Ein Ferienbild schadet mehr, als gar kein Bild.
2. Kurzprofil
Drei bis vier Zeilen, in denen steht, wer du beruflich bist und worauf du dich bewirbst. Dieser Abschnitt ist optional, aber er ist die einzige Stelle im Lebenslauf, an der du steuern kannst, mit welchem Eindruck jemand weiterliest. Er wird für jede Bewerbung neu geschrieben, sonst bringt er nichts.
3. Berufserfahrung
Die jüngste Stelle zuoberst, dann rückwärts. Pro Station gehören dazu: Zeitraum in Monat und Jahr, Funktionsbezeichnung, Firma und Ort. Darunter zwei bis vier Zeilen zu dem, was du dort tatsächlich bewirkt hast.
Der häufigste Fehler in diesem Abschnitt ist, den Pflichtenheft-Text der Stelle abzuschreiben. Interessant ist nicht, wofür du zuständig warst, sondern was am Ende anders war: eine Aufgabe, die du übernommen und verbessert hast, ein Projekt, das du geleitet hast, eine Zahl, die sich bewegt hat.
4. Ausbildung
Ebenfalls antichronologisch, mit Zeitraum, Abschluss und Institution. Berufslehre, Berufsmatura, Fachhochschule, Universität und höhere Fachprüfungen stehen hier. Die obligatorische Schulzeit erwähnt nur, wer noch keine Berufserfahrung hat.
5. Weiterbildungen und Zertifikate
Kurse, Diplome und Fachausweise, die zur Stelle passen. Ein Kurs von vor zehn Jahren ohne Bezug zur Bewerbung kann weg.
6. Sprachen
In der Schweiz einer der wichtigsten Abschnitte. Üblich sind die Stufen des Europäischen Referenzrahmens, also A1 bis C2, oder klare Worte wie Muttersprache, verhandlungssicher, gute Kenntnisse, Grundkenntnisse. Beides ist in Ordnung, solange es ehrlich ist. Wer B2 schreibt, sollte das Gespräch auch in dieser Sprache führen können.
7. IT-Kenntnisse und Fachkompetenzen
Programme und Werkzeuge, die du im Arbeitsalltag wirklich brauchst. Eine Liste mit zwanzig Einträgen sagt weniger aus als sechs, die zur Stelle passen.
8. Referenzen
Zwei Personen mit Name, Funktion, Firma und Telefonnummer, oder der Hinweis, dass Referenzen auf Anfrage gerne genannt werden. Beides ist üblich. Wichtig: Diese Personen vorher fragen.
Hobbys sind optional. Sie lohnen sich, wenn sie etwas über dich sagen, das sonst nirgends steht, etwa ein Vereinsvorstand, ein Engagement in der Feuerwehr oder Ausdauersport. Eine Aufzählung von Lesen, Reisen und Musik kann man weglassen.
Form und Dateiformat
- PDF, nicht Word. Nur so sieht das Dokument bei allen gleich aus.
- Dateiname mit deinem Namen, zum Beispiel Lebenslauf_Muster_Anna.pdf. Nicht cv_final_v3.pdf.
- Eine Schrift, eine Akzentfarbe. Ruhig ist professionell.
- Keine Lücken ohne Erklärung. Eine Auszeit, eine Weiterbildung oder eine Stellensuche darf als eigene Zeile drinstehen. Lücken, die unerklärt bleiben, werden gefragt.
- Unterschrift ist nicht nötig im Lebenslauf. Ins Motivationsschreiben gehört sie, wenn du magst.
Was mit der Bewerbung mitgeht
Üblich ist ein Bewerbungsdossier aus Motivationsschreiben, Lebenslauf, Arbeitszeugnissen und Diplomen, alles zusammen als ein PDF. Die Arbeitszeugnisse sind in der Schweiz ein zentraler Teil, weil sie die Angaben im Lebenslauf belegen. Achte darauf, dass die Reihenfolge und die Zeiträume in beiden Dokumenten übereinstimmen.
Diese Struktur ist in BlitzCV bereits vorbereitet. Ausfüllen, Vorschau ansehen, als PDF speichern.
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